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Die Zukunft im Blick

Digitalisierung in der Erwachsenenbildung

Digitalisierung in der Erwachsenenbildung

Digitalisierung in der Erwachsenenbildung

Das WIFI Oberösterreich ist der Partner der oberösterreichischen Wirtschaft und steht für Qualität und Innovation. Seit 70 Jahren sind wir am Puls der Zeit. Wir wissen, wenn Werte sich wandeln und Rahmenbedingungen sich deutlich verändern, sind auch der Weiterbildungssektor und somit die strategischen Aufgaben des WIFI OÖ davon betroffen.

Bisher gab es nur Studien aus dem universitären oder anglikanischen Bereich, die sich mit der Digitalisierung in der Bildung auseinandergesetzt haben. Das WIFI hat mit der vorliegenden IMAS-Befragung zum ersten Mal das digitale Lernverhalten der breiten Öffentlichkeit ins Auge gefasst.

Was und wie werden wir in Zukunft überhaupt lernen?

Digitale Lernformen bringen neue Wissensquellen, doch wie sieht die breite Öffentlichkeit diese für ihre berufliche Aus- und Weiterbildung? Die empirische IMAS-Untersuchung an rund 1.000 Personen über 16 Jahre zeigt den Status quo der österreichischen Bevölkerung über Einstellungen und Erwartungen zum Thema. Der Fokus lag dabei auf dem allgemeinen Umgang mit Internet und im Speziellen auf digitale Lernformen und E-Learning.

Empirische Untersuchungsergebnisse

Befragungsergebnisse zu „Digitalisierung im Rahmen der Weiterbildung sowie E-Learning“

  • Ein Viertel hat bereit digitale Lerninhalte genutzt
  • Digitale Lerninhalte werden vor allem zur Prüfungsvorbereitung und im Rahmen von E-Learning-Kursen genutzt.
  • 42 Prozent absolvierten die digitale Weiterbildung in der Arbeitswelt,
  • 26 Prozent zur persönlichen Weiterbildung.
  • rund ein Drittel der Internetnutzer gab an auch künftig digitale Lerninhalte zu verwenden.
  • Nur 12 Prozent, derer die bisher keine digitalen Lerninhalte in Anspruch genommen haben, könnten sich dies auch für die Zukunft vorstellen.

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Detaillierten Befragungsergebnisse

Vor- und Nachteile von digitalen Lernformen

Rund ein Drittel der Befragten nannte als großen Vorteil von digitalen Lernformen die Orts- und Zeitunabhängigkeit. Allerdings wird dies nicht nur als Vorteil, sondern auch als Nachteil angesehen. Anders als beim Präsenzkurs besteht keine Verpflichtung, die flexible Einteilung führt häufig dazu, dass man sich keine Zeit dazu nimmt.

Als entscheidenden Nachteil des digitalen Lernens wurde genannt, dass man bei diesen Lernformen auf sich alleine gestellt ist und man keine Experten zum Fragen oder zum gezielten Meinungsaustausch hat. Vor allem gruppendynamische Lerneffekte wie Konflikt- und Reflexionsfähigkeit fehlen.

Modernes, abwechslungsreiches Lernen

Aus der Befragung und den Beobachtungen des WIFI OÖ kann abgelesen werden, dass digitales Lernen zum heutigen Zeitpunkt keine wirkliche Konkurrenz zum Kurs vor Ort (Präsenzlernen) darstellt. „Digitale Lerninhalte haben vor allem den Nutzen zum Updaten oder Erweitern von bestehendem Wissen“, weiß Manfred Mühlberger (WIFI-Produktmanager für EDV und Informatik). „Sie sollten aber in keinem modernen Weiterbildungsprogramm fehlen und ergänzend für eine abwechslungsreiche Kursgestaltung und aktives Lernen eingesetzt werden.“