Beruftstaucher:in - Auswahlverfahren
5690 Beruftstaucher:in - Auswahlverfahren

Eignungstest für die Taucharbeiten nach FK-V

Für die Ausbildung zum Berufstaucher müssen Sie vorab dieses Zulassungsverfahren nach den FK-V-Richtlinien bestehen.
ORT Berufstaucher-Service, Marchtrenk
Galvanistraße 1
4614 Marchtrenk
ZEIT 8 Trainingseinheiten
LERNMETHODE Trainer:in, bei Bedarf Lernplattform
TEILNAHME persönlich vor Ort
370,00 eur

5690 Beruftstaucher:in - Auswahlverfahren

Beschreibung des Kurses

Für die Ausbildung Berufstaucher:in müssen Sie vorab dieses Zulassungsverfahren nach den FK-V-Richtlinien bestehen.

Die Trainingsinhalte

  • Das Auswahlverfahren ist Voraussetzung für den Besuch der Berufstaucherlehrgänge.

Mitzubringen

  • Sporttauchausrüstung, Trockentauchanzug und Schutzausrüstung (Helm, Sicherheitsschuhe, Arbeitskleidung und Handschuhe für Kraftwerksbesuche)

Hinweis

Unser Taucharzt Dr. Wilhelm Welslau ist sowohl vom Zentral-Arbeitsinspektorat für Untersuchungen nach der österreichischen Druckluft- und Taucherarbeiten-Verordnung ermächtigt als auch von den deutschen Berufsgenossenschaften für Untersuchung von Berufstauchern nach dem Grundsatz 31 ("G31"). Kontaktdaten finden Sie unter https://www.taucherarzt.at/88/kontakt. Die Untersuchungen können in Wien oder in D-83278 Traunstein durchgeführt werden.

Weitere Ärzte für Berufstaucher-Untersuchungen in Österreich können Sie beim Zentral-Arbeitsinspektorat, Ärztlicher Dienst, Fichtegasse 11, A-1010 Wien erfragen.

Weitere Ärzte für deutsche G31-Untersuchungen können Sie bei der Tiefbau-Berufsgenossenschaft, Landsberger Str. 309, D-80687 München erfragen.

Folgende Unterlagen müssen vor Beginn im WIFI abgegeben werden:

  • Kopie des medizinischen Attestes
  • Kopie des Taucherpasses
  • Kopie der letzten 3-4 Seiten des Logbuches
  • Zertifikat des Trockentauchkurses
  • Verlässlichkeitsbescheinigung (kein Strafregisterauszug)

Die Ausschlusskriterien (Kontraindikationen):

Diese Liste mit absoluten und relativen Kontraindikationen ist nicht vollständig. Absolute Kontraindikationen setzten dem/der Taucher:in und dem/der Partner:in ein erhöhtes Risiko für Unfälle und Tod aus. Relative Kontraindikationen können im Laufe der Zeit - bei entsprechender medizinischer Behandlung - aufgehoben werden oder können nur vorübergehend bestehen.

Hals-Nasen-Ohren HNO – Relative Kontraindikationen:

In der Vorgeschichte:

  • Erhebliche Infektionen der Ohrmuschel
  • Trommelfelldefekt
  • Tympanotoplastik (Operationen im Bereich des Mittelohres)
  • Mastuidektomie (Operationen im Bereich des Warzenfortsatzes des Schläfenbeines)
  • Mittelgesichtsfrakturen
  • Bestrahlungen im Bereich des Kopfes oder Halses
  • Fehlfunktionen im Bereich des Kiefergelenkes

Aktuelle Erkrankungen:

  • Wiederholte Entzündung des äußeren Gehörganges
  • Verengungen des äußeren Gehörganges
  • Fehlfunktion der eustachischen Röhre
  • Wiederholte Mittelohrentzünden oder Kieferhöhlenentzündung
  • Erhebliche Schallleitungs- oder Schallempfindungsschwerhörigkeit
  • Gesichtslähmungen die nicht durch Barotrauma assoziiert sind
  • Zahnvollprothese
  • Frische noch nicht verheilte Operationen im HNO-Bereich

Hals-Nasen-Ohren HNO – Absolute Kontraindikationen:

In der Vorgeschichte:

  • Stapedektomie
  • Steigbügelplastik
  • Operationen im Bereich der Gehörknöchelchen
  • OPs im Bereich des Innenohres
  • Risse im Bereich des „Runden Fensters“
  • Störungen im Bereich des Mittelohrdruckausgleiches

Aktuelle Erkrankungen:

  • Offene Trommelfellperforation
  • Gesichtsnervenlähmung als Folge eines Barotraumas
  • Gehörverbessernde Operationen inkl. Eustachische Röhre
  • Erkrankungen des Innenohres außer Altersschwerhörigkeit
  • Nicht korrigierte Einengungen der oberen Luftwege
  • Laryngektomie oder Zustand nach teilweiser Laryngektomie (Operationen am Kehlkopf)
  • Trachyostoma (künstliche Öffnung der Luftröhre)
  • Nicht korrigierte Laryngocele

Neurologische Erkrankungen – Relative Kontraindikationen:

In der Vorgeschichte:

  • Kopfverletzungen mit gesundheitlichen Folgen außer cerebrale Anfälle
  • Rückenmarks- oder Gehirnverletzungen ohne bleibende neurologische Defekte
  • Cerebrale Gasembolie ohne Restzustände

Aktuelle Erkrankungen:

  • Migräne mit Beeinträchtigung motorischer oder kognitiver Funktionen
  • Bandscheibenvorfälle
  • Periphere Neuropathie
  • Trigeminusneuralgie
  • Cerebralparese ohne Krampfanfälle

Neurologische Erkrankungen – Absolute Kontraindikationen:

In der Vorgeschichte:

  • Cerebrale Krampfanfälle außer kindliche Fieberkrämpfe
  • TIA (Transitorische-Ischemische Attacke)
  • andere Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • Verletzungen, Erkrankungen oder chirurgische Eingriffe des Rückenmarks mit bleibenden Folgeschäden
  • Druckluftkrankheit Typ 2 mit bleibendem neurologischem Defizit
  • Intrakranielle Tumore oder Aneurysmen

Herz-Kreislauferkrankungen – Relative Kontraindikationen:

In der Vorgeschichte:

  • Koronale Herzkrankheit (KHK) mit Intervention mittels Herzkatheder
  • Herzinfarkt
  • Herz-Rhythmus-Störungen, die eine medikamentöse Therapie erfordern

Aktuelle Erkrankungen:

  • Bluthochdruck
  • Herzklappenerkrankungen
  • Asymptomatischer Mitralklappenkolaps
  • Herzschrittmacher: muss bis zu einer Tiefe von 40m Meerestiefe geeignet sein

Herz-Kreislauferkrankungen – Absolute Kontraindikationen:

  • Asymetrische Septumhypertrophie und Klappenstynose
  • Stauungsinsuffiziens

Lungenerkrankungen:

Asthma, COPD, zystische oder karvernöse Lungenerkrankungen die Pendelluft zu Folge haben.

Lungenerkrankungen – Relative Kontraindikationen:

In der Vorgeschichte:

  • Asthma oder hyperreaktives Bronchialsystem
  • Asthma durch Kälte oder durch Anstrengung (Exercise-Asthma)
  • Solide , zystische oder kavernöse Lesionen

Aktuelle Erkrankungen:

  • Pneumothorax - Nach torax-chirugischen Eingriffen, nach Verletzungen oder Lungenfelldefekten (Loch)
  • Überdruckbeamtung
  • Restriktive Lungenerkrankungen: (Lungenfunktionsdiagnostik erforderlich!) (Pendelluft muss ausgeschlossen werden!)

Lungenerkrankungen – Absolute Kontraindikationen:

  • Zustand nach Spontanpneumothorax
  • Aktives Asthma
  • COPD
  • Restriktive Lungenerkrankungen mit Einschränkung der Leistungsfähigkeit

Magen-Darm-Erkrankungen – Relative Kontraindikationen:

  • Magengeschwür (Ulcus Ventriculi)
  • Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen
  • Malabsorbtionserkrankungen
  • Funktionelle Darmerkrankungen
  • Postgastrektomie-Syndrom (Zustand nach Magenoperation)
  • Paraoesophagele oder Hiatushernie

Magen-Darm-Erkrankungen – Absolute Kontraindikationen:

  • Hochgradige Pylorusstenose (Verengungen des Magenausganges)
  • chronische oder wiederkehrende Verengungen des Dünndarms
  • Enterocutane Fisteln (Darmfisteln), die nicht frei drenieren
  • Oesophagusdivertikel
  • Schwere gatrooesophagealer Reflux
  • Achalasie
  • Nicht sanierte Bauchwandhernien (Bruch) mit Darmprolaps

Stoffwechsel und hormonelle Erkrankungen – Relative Kontraindikationen:

  • Hormonelle Über- oder Unterfunktionen
  • Fettleibigkeit
  • Niereninsuffizienz

Stoffwechsel und hormonelle Erkrankungen – Absolute Kontraindikationen:

  • Diabetes
  • Insulinpflichtige oder orale anti-hyproglychemische Medikation

Schwangerschaft – Absolute Kontraindikationen:

Venöse Gasembolie, die während der Dekompression entsteht, kann zu fetale Missbildungen führen. Tauchen ist während der gesamten Schwangerschaft absolut kontraindiziert.

Bluterkrankungen – Relative Kontraindikationen:

  • Sichelzellenanämie
  • Akute Anämie

Bluterkrankungen – Absolute Kontraindikationen:

  • Sichelzellenerkrankung
  • Polycytämie
  • Leukämie

Orthopädische Erkrankungen – Relative Kontraindikationen:

  • Chronische Rückenschmerzen
  • Amputation
  • Skoliose – mit Störung der Lungenfunktion
  • Aseptische Knochennekrose

Verhaltensbedingte Erkrankungen:

In der Vorgeschichte:

  • Drogen – oder Alkoholmissbrauch
  • Psychotische Episoden
  • Entwicklungsrückstand

Verhaltensbedingte Erkrankungen – Absolute Kontraindikationen:

  • Bestehende oder früher Angststörungen
  • Unpassende Motivation für SCUBA-Training
  • Klaustrophobie und Agoraphobie
  • Bestehende aktive Psychose oder bestehende Einnahme von Psychopharmaka
  • Bestehender Drogen- oder Alkoholmissbrauch

Ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit

Nach Möglichkeit bitten wir Sie eine eigene Trinkflasche mitzubringen. So können wir gemeinsam dazu beitragen, Müll zu reduzieren. In den Sanitäreinrichtungen besteht die Möglichkeit, die Flaschen jederzeit mit Trinkwasser nachzufüllen.

Nutzen Sie nach Möglichkeit die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad. So leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit und reduzieren gemeinsam den Verkehrsaufwand. Nähere Informationen zur öffentlichen Anreise finden Sie unter: https://www.wifi-ooe.at/ueber-uns/anfahrt