0566 Lehrgang lösungsorientiertes Konfliktmanagement

Denkmuster und Kommunikationsfallen im Alltag
Konflikte sind im beruflichen wie privaten Alltag unangenehm und zeitraubend. Trainieren Sie Ihre Konfliktkompetenz um Konflikte konstruktiv zu bearbeiten. Lernen Sie, mit Konflikten oder Beschwerden lösungs- und ergebnisorientiert umzugehen! Eignen Sie sich wirksame Werkzeuge an, um mit Konflikten professionell umgehen zu können.

1 Kurstermin
12.02.2021 - 12.06.2021
WIFI Linz

Verfügbar
1.520,00 eur
Screenreader Text

12.2. bis 12.6.2021,
Fr 14 bis 21:30 Uhr,
Sa 9 bis 16:30 Uhr

Kursdauer: 80 (Einheiten)

Wiener Straße 150
4021 Linz

0566 Lehrgang lösungsorientiertes Konfliktmanagement

Konflikte wirken im beruflichen wie privaten Alltag oft unangenehm und zeitraubend, weil wir kaum gelernt haben, sie konstruktiv und ergebnisorientiert zu bearbeiten. Privat sind Konflikte emotional stark belastend und unangenehm – oft ein Grund, warum wir konflikthaften Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen.
Gestalten Sie Ihren Alltag einfacher und verschaffen Sie sich mehr Ressourcen für die eigentlichen Aufgaben durch professionellen Umgang mit Konflikten! Im Kurs Lehrgang Konfliktmanagement: Vom Problem zur Lösung trainieren Sie deshalb Ihre Konfliktkompetenz, privat wie beruflich!

Die Lernziele:

  • Sie sind in der Lage, Konflikte zu erkennen und zu bewältigen.
  • Es ist Ihnen vertraut, mit Beschwerden lösungs- und ergebnisorientiert umzugehen.
  • Sie kennen wirksame Werkzeuge und entwickeln den Mut und die Sicherheit, um notwendige Konflikte konstruktiv zu bearbeiten.
  • Sie wissen Bescheid um alltägliche Konfliktfallen und beugen überflüssigen Konflikten rechtzeitig vor.
  • Sie verstehen und kennen den mediatorischen Weg hin zu einer Konfliktlösung ohne Verlierer.

Die Inhalte:

M1 - Konflikte verstehen:

Konflikte sind normal

  • Psychologische, neurobiologische und sozialwissenschaftliche Grundlagen;
  • Arten, Einstellungen, Nutzen, Sinn, Werte und Prägungen;
  • Haltungen und Menschenbilder
  • Resilienz

Im ersten Modul wird ein Überblick über die Grundlagen des menschlichen Verhaltens und der Sozialisation gegeben. Wir verstehen wie Menschen grundsätzlich ticken und was sie vorantreibt. Die Resilienzforschung liefert uns Erkenntnisse im Wahrnehmen und der subjektiven Betrachtung von Konflikten. Die jüngere Hirnforschung gibt uns Erkenntnisse über die Abläufe im Gehirn.

M2 - Konflikte analysieren:

Konflikte verlaufen gesetzmäßig

  • Verlaufsformen und Herkunft
  • Eigenes Konfliktverhalten, mentales Konstrukt
  • Innen- und Außenperspektive
  • Modelle im Konfliktmanagement (Glasl, Konflikttypen, etc.)

In diesem Modul widmen wir uns dem Konflikt, den Grundlagen Ausprägungen, sowie den Verlaufsformen. Wir erkennen unterschiedliches Verhaltensweisen und mentale Denkmuster. Wir begegnen den Ursachen und beleuchten Hintergründe.   


M3 - Konflikte bewältigen I:

Konflikte bewegen

  • Intra- und Interpersonelle Konflikte
  • Kommunikative Störfelder / Konfliktfelder
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Beschwerdemanagement / Kundenorientierung
  • Konstruktiver Umgang mit „herausfordernden“ Menschen in unterschiedlichen Kontexten

Konflikte sind normal und gehören zum täglichen Alltag. Sie bringen Energie und Bewegung. In diesem Modul steht die natürliche Auseinandersetzung mit Situationen aus dem täglichen Alltag im Vordergrund. Eine konstruktive Haltung und gute Werkzeuge ermöglichen eine intensive und nachhaltige Bearbeitung von Konflikten. Modul 3 steht im Fokus des Experimentierens und Explorierens mit unterschiedlichen Werkzeugen des Konfliktmanagements.

M4 - Konflikte bewältigen II:

Konflikte verändern

  • Gruppenpsychologische Grundlagen
  • Gruppendynamik und Phasen der Gruppenbildung
  • Kooperation und Konflikt
  • Klassische Teamkonflikte
  • Kommunikation nach dem LöWe-Prinzip
  • Verhandlungen nach dem Harvard-Modell

Menschen verhalten sich als Gruppenwesen anders, in Gruppen reagieren Menschen oft in ungewohnter Weise. Wenn Menschen in Gruppen und Teams ergebnisorientiert kooperieren sollen, müssen grundlegende gruppendynamische Gesetze beachtet werden, sonst werden (alte) Konflikte immer wieder (neu) ausgetragen. Wenn menschliche Bedürfnisse und sachliche Herausforderungen gleichwertig behandelt werden, gibt es konstruktive Lösungen und akzeptierte Ergebnisse.

M5 - Mediatorische Konfliktbearbeitung:

Konflikte sind bearbeitbar

  • Der mediatorische Weg: Konfliktlösung ohne Verlierer
  • Konflikt- und Entscheidungsmoderation
  • Persönliche Konfliktkompetenz:
  • Lernfelder und Entwicklungsschritte
  • Praxistransfer und Reflexion  

Die mediatorische Haltung in einem Konflikt führt dazu, dass aus dem konflikthaften Gegeneinander ein ergebnisorientiertes Miteinander werden kann. Wirksame Tools aus dem Werkzeugkasten der mediatorischen Konfliktbearbeitung machen es möglich, dass wir die kreativen Potenziale von konflikthaften Situationen erkennen und auch persönlich an den alltäglichen Herausforderungen wachsen.

Die Methoden:

Inputs, Rollenspiele, Perspektivenwechsel, Einzel- und Gruppenarbeiten;

Peergrouptreffen und Lerntagebuch:

Im Rahmen des Lehrgangs sind drei selbstständig organisierte Peergrouptreffen zu absolvieren und ein Lerntagebuch zu führen.

Die Zielgruppe:

  • Menschen mit Führungsverantwortung, Team- und ProjektleiterInnen und Personalverantwortliche aus dem wirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen, sozialen oder pädagogischen Handlungsfeld.
  • Alle, die mit Beschwerden und Vorwürfen unterschiedlichster Art konfrontiert sind, denen eine verantwortungsvolle und konstruktive Bearbeitung von Konflikten und Auseinandersetzungen ein Anliegen ist.
  • Alle, die lieber gemeinsam an Lösungen arbeiten wollen statt sich gegenseitig die Schuld für Probleme zu geben.
  • Lehrlinge, Mitarbeiter und Ausbildner, die den alltäglichen Herausforderungen im Beruf lösungsorientiert begegnen wollen.

Dauer der Ausbildung:

  • 80 Trainingseinheiten Präsenzunterricht
  • 15 Einheiten Peergrouptreffen

Der Abschluss:

Im Rahmen des Lehrgangsabschlusses präsentieren Sie einen für die persönliche Entwicklung der Konfliktkompetenz wichtigen Fall mit den individuellen Lernfeldern und darauf aufbauend einen motivierenden Vertrag mit sich selbst.

Sie erhalten am letzten Kurstag die Teilnahmebestätigung, Voraussetzung dafür ist eine Anwesenheit von 75%.


Der Trainer:

Lehrgangsleiter Prof. Dr. Franz Wagner, PhD

Wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Abteilungsleiter am Institut für Soziologie der Johannes Kepler Universität Linz, Leiter der Akademie für Beratung und Coaching, Lektor und Trainer für Führungskommunikation und Sozialkompetenz an Fachhochschulen und in Universitätslehrgängen; Trainer-Award 2009 in der Kategorie „High Performance“.