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8727 Lehrgang für Fremdenführer

Vorbereitung auf die Befähigungsprüfung nach der Fremdenführer-Verordnung
Die fachliche Qualifikation zum Gewerbe der Fremdenführer muss durch ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss dieses Lehrgangs und die erfolgreich abgelegte Befähigungsprüfung erbracht werden. In diesem Lehrgang werden neben dem theoretischen Unterricht auch Exkursionen durchgeführt. Das Modul 1 der Befähigungsprüfung (Fachlich praktische Prüfung) besteht in einer Probeführung in deutscher Sprache und in der (den) gewählte(n) Fremdsprache(n). Fremdsprachenkenntnisse (fließend) sind daher Voraussetzung.

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8727 Lehrgang für Fremdenführer

Zugangsvoraussetzungen für das reglementierte Gewerbe der Fremdenführer

Auf Grund des § 18 Abs. 1 der Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 111/2002, wird verordnet.

Die fachliche Qualifikation zum Gewerbe der Fremdenführer/innen wird durch Zeugnisse über den erfolgreichen Besuch des nachstehend festgesetzten „Lehrganges für Fremdenführer/innen“ und die erfolgreich abgelegte Befähigungsprüfung erbracht.

Die Zielgruppe:

Alle, die die fachliche Qualifikation zum Gewerbe „Fremdenführer“ erlangen und sich auf Die Befähigungsprüfung vorbereiten wollen.

Der Inhalt:

  • Geschichte einschließlich politischer Bildung (insbesondere Urgeschichte, Reichsgeschichte und österreichische Geschichte)
  • Kultur- und Kunstgeschichte
  • Heimat- und Volkskunde
  • Grundzüge der Wirtschafts- und Sozialkunde einschließlich Rechnungswesen und Betriebswirtschaft
  • Fremdenverkehrsgeographie einschließlich Wirtschaftsgeographie
  • Fremdenverkehrslehre
  • Durchführung von Führungen einschließlich praktischer Übungen in den Fremdsprachen und in Rhetorik und Verhaltensstrategie
  • Rechtskunde
  • Erste Hilfe

Vom Abschluss der Gegenstände „Rechtskunde“ und „Grundzüge der Wirtschafts- und Sozialkunde einschließlich Rechnungswesen und Betriebswirtschaft“ ist befreit, wer die erfolgreiche Ablegung der Unternehmerprüfung oder das Vorliegen der Voraussetzung für deren Entfall1) oder den erfolgreichen Abschluss einer der folgenden Studienrichtungen nachweist:

Rechtswissenschaften,

Volkswirtschaft,

Betriebswirtschaft,

Internationale Betriebswirtschaft,

Wirtschaftswissenschaften mit internationaler Ausrichtung,

Handelswissenschaft oder

Wirtschaftspädagogik

Vom Abschluss des Gegenstands „Geschichte einschließlich politischer Bildung“ (insbesondere Urgeschichte, Reichsgeschichte und österreichische Geschichte) ist befreit, wer den erfolgreichen Abschluss der Studienrichtung Geschichte nachweist.

Vom Besuch des Gegenstandes „Erste Hilfe“ des Lehrgangs ist befreit, wer die Befähigung zur Leistung Erster Hilfe durch Belege folgender Art nachweist:

  • Zeugnisse über den erfolgreichen Abschluss der Studienrichtungen Medizin/Humanmedizin/Zahnmedizin oder Veterinärmedizin oder Pharmazie an einer inländischen Universität oder
  • Bescheinigung einer Dienststelle des Österreichischen Roten Kreuzes über eine abgeschlossene Ausbildung in Erster Hilfe oder
  • Zeugnisse sonstiger einschlägiger Stellen über eine der Ausbildung in Erster Hilfe gleichwertigen Ausbildung.

Zugangsvoraussetzungen zur Befähigungsprüfung und zum reglementierten Gewerbe für Fremdenführer:

a) Befähigungsprüfung:

Einzige Voraussetzung zum Prüfungsantritt zur Befähigungsprüfung ist das vollendete 18. Lebensjahr.

b) reglementierte Gewerbe für Fremdenführer:

Die fachliche Qualifikation zum Gewerbe der Fremdenführer (§ 94 Z 21 GewO 1994) wird durch Zeugnisse über den erfolgreichen Abschluss des vorstehend angeführten Lehrganges für Fremdenführer und die erfolgreich abgelegte Befähigungsprüfung erbracht.

Auskünfte über Zulassungsvoraussetzungen erhalten Sie beim Prüfungsreferat der Wirtschaftskammer OÖ, Wiener Straße 150, 4024 Linz, Tel.: 05-90909-4041, Internet: http://wko.at/ooe/bp

Die Prüfung:

Die Tätigkeit als Fremdenführer ist an bestimmte, gesetzlich geregelte Voraussetzungen gebunden. Diese Voraussetzungen sind in der 617. Verordnung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten definiert.

Wer als Fremdenführer/in tätig sein will, muss eine Befähigungsprüfung bei der Prüfungsstelle der Wirtschaftskammer OÖ, Wienerstr. 150, 4024 Linz, ablegen. Diese Prüfung besteht aus 3 Modulen.

Modul 1: Fachlich praktische Prüfung

Die praktische Prüfung besteht in einer Probeführung in deutscher Sprache und in der (den) gewählte(n) Fremdsprache(n). *

Die Probeführung hat sich auf folgende Führungstätigkeiten zu erstrecken:

  • in einer Sehenswürdigkeit
  • bei einem Rundgang
  • in einer Busführung

Während der gesamten praktischen Prüfung sind die berufspraktisch angewandten Fertigkeiten in der Stimmtechnik und der Rhetorik vom Kandidaten zu beweisen und von der Kommission in die Bewertung einzubeziehen.

* Fremdsprachenkenntnisse (fließend) sind Voraussetzung.

Modul 2: Fachlich mündliche Prüfung

Modul 2 erstreckt sich auf beruflich fachliche Kenntnisse für das Gewerbe der Fremdenführer und besteht aus 2 Gegenständen:

  • 1. Kenntnisse der Allgemeinbildung

Der Gegenstand Kenntnisse der Allgemeinbildung hat sich auf die für die Ausübung des Gewerbes der Fremdenführer erforderlichen Allgemeinbildung und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit zu erstrecken.

Der Gegenstand Kenntnisse der Allgemeinbildung hat zu entfallen, wenn der Prüfungswerber mindestens den erfolgreichen Abschluss einer berufsbildenden höheren oder allgemeinbildenden höheren Schule nachweist.

2. Beruflich fachliche Kenntnisse

Der Gegenstand beruflich fachliche Kenntnisse hat sich auf folgende Sachgebiete zu erstrecken:

  • Geschichte, insbesondere des österreichischen Raumes in seiner historischen Dimension und der Nachbarländer, Reichsgeschichte und österreichische Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte;
  • Kultur- und Kunstgeschichte;
  • Österreichische Heimat- und Volkskunde;
  • Politische Bildung, insbesondere Verfassungsgrundsätze Österreichs, Österreich im Rahmen der Europäischen Union und der Völkerrechtsgemeinschaft, internationale Organisationen;
  • Tourismusgeographie;
  • Tourismuskunde mit den Schwerpunkten wirtschaftlicher Bedeutung von Tourismus und Freizeitwirtschaft für Österreich, Stellung der Fremdenführer in deren Rahmen

Modul 3: Schriftliche Prüfung

Die Aufgabenstellung der schriftlichen Prüfung hat auf höherem fachlichem Niveau zu erfolgen, um die Anforderungen, die an einen Unternehmer zu stellen sind, nachweisen zu können.

Die Aufgabenstellung in den Bereichen kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Kenntnisse und rechtliche Kenntnisse ist als bereichsübergreifendes Fallbeispiel (Projektarbeit) sowie in Form von Fallbeispielen zu stellen:

  • a. Kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Kenntnisse, die für die Ausübung des Fremdenführergewerbes erforderlich sind, wobei vom Status der Fremdenführer als Einzelunternehmer und Kleingewerbetreibende auszugehen ist, wie insbesondere die Führung einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung samt Belegwesen, Reiseabrechnungen (In- und Ausland), Ausstellen von Rechnungen, Verfassen von Steuererklärungen, Verkehr mit den Finanzbehörden, Grundzüge des Marketings, unternehmerische Organisation und Finanzierung.
  • b. Rechtliche Kenntnisse, die für die Ausübung des Fremdenführergewerbes erforderlich sind, wobei vom Status der Fremdenführer als Einzelunternehmer und Kleingewerbetreibende auszugehen ist, wie insbesondere allgemeine Grundsätze der Rechtsordnung, bürgerliches Recht (Vertragsrecht, Leistungsstörungen), Geltendmachung von Forderungen, Grundzüge des Handels-, Wettbewerbs- und Immaterialgüterrechts (Urheberrecht, Markenschutz), Gewerberecht, Steuerrecht, Grundzüge des Arbeitsrechts einschließlich Sonderbeschäftigungsformen, Sozialversicherung, Organisation der Wirtschaftskammern.

Zusatzprüfung:

Personen, die die Prüfung für das Fremdenführergewerbe erfolgreich abgelegt haben, können die Kenntnis weiterer Fremdsprachen durch eine Zusatzprüfung nachweisen. Die Zusatzprüfung hat sich auf das Modul 1 zu erstrecken.

Dienstnehmerprüfung:

Die Prüfung für Personen, die bei der Ausübung des Fremdenführergewerbes als Dienstnehmer verwendet werden sollen, besteht aus den Modulen 1 und 2.

Bewertung:

  • 1. Für die Bewertung der Gegenstände gilt in sinngemäßer Anwendung der Leistungsbeurteilungsverordnung, BGBL. Nr. 371/1974 in der Fassung der Verordnung BGBL. II Nr. 35/1997, das Schulnotensystem von „Sehr gut“ bis „Nicht genügend“.
  • 2. Ein Modul ist positiv bestanden, wenn alle Gegenstände positiv bewertet wurden.
  • 3. Ein Modul ist mit Auszeichnung bestanden, wenn wenigstens die Hälfte der abgelegten Gegenstände mit der Note „Sehr gut“ bewertet und die übrigen Gegenstände mit der Note „Gut“ benotet wurden.

    

Wiederholung:

Prüfungsteile können gemäß §352 Abs 11 GewO 1994 entsprechend der Entscheidung der Prüfungskommission wiederholt werden.

Entfall des Prüfungsteiles Unternehmerprüfung (mit 1.4.2004)

https://www.wko.at/service/bildung-lehre/unternehmerpruefung-ausbilderpruefung.html

Ihr Qualifikationsnachweis:

Zeugnis